Renate Wiedemann

Teneriffa

Früchte der kanarischen Kiefer,     „Pinus canariensis“

Fundort Teneriffa,   1952

Die kanarische Kiefer hat zwischen 1952 und 1968 auf Teneriffa ein erschreckendes Beispiel für Mutation geliefert.

Ihre Zapfen versprühten in dieser Zeit nicht nur einen unangenehmen Geruch, sondern auch  Partikel, die zu schweren Schwindelanfällen und Atemnot, in vielen Fällen sogar zu schweren Asthmaanfällen führten.
Teneriffa war in weiten Teilen verseucht und der damals schon aufkommenede Tourismus wurde sofort rückläufig und kam dann für 6 Jahre sogar ganz zum Erliegen.

In den Küstenregionen holzte man kurzerhand alle Bäume ab. Die Regierung entschied sich aber, die unter Schutz gestellten Wälder zu bewahren. Eine gute Entscheidung, denn das Phänomen ebbte 1957 ab und ist seit 1968 nicht mehr aufgetaucht.
 

 

“Teneriffa”, 2009, Holz, Plexiglas, Kiefernzapfen.

Foto: Heike Overberg

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